Förderprogramme für den Digitalen Wandel in KMU
Wissenswertes zu allen aktuellen Förderprogrammen „Digitalisierung“ und „Künstliche Intelligenz“ für die Zielgruppe kleiner und mittelständischer Unternehmen in Thüringen
Wissenswertes zu allen aktuellen Förderprogrammen „Digitalisierung“ und „Künstliche Intelligenz“ für die Zielgruppe kleiner und mittelständischer Unternehmen in Thüringen
Im Rahmen des ZeTT-Radars haben wir im 2. und 3. Quartal 2021 Fragen zum Thema künstliche Intelligenz gestellt. Die Befragung und die Auswertung der Ergebnisse wurden gemeinsam mit dem Thüringer Zentrum für Lernende Systeme und Robotik (TZLR) durchgeführt. Hier stellen wir die Erkenntnisse der ersten Befragung in der Studie Hotspots und weiße Flecken künstlicher Intelligenz. KI-Vorreiter und vielfältige Einsatzvisionen treffen auf Hemmnisse und Skepsis gegenüber Anwendungsnutzen dar, welche in der zweiten Juniwoche erscheint.
Zum Download: ZeTT-Sonderveröffentlichung – Hotspots und weiße Flecken künstlicher Intelligenz
Das Spektrum für bereits realisierte und potenzielle KI-Einsatzmuster in KMU ist groß, es reicht von wenigen enthusiastischen Vorreitern bis zu vielen grundsätzlichen Skeptikern. Sobald Anwendungs- und Einsatzfelder für KI in den Unternehmen klar sind, bestimmen vor allem die betrieblichen Finanzierungsspielräume die weitere KI-Verbreitung. Es lassen sich weitere Herausforderungen für KMU, ihr Personal und die begleitende Unterstützung von KI-Einführungsprozessen identifizieren. Wir beobachten in den befragten Unternehmen eine große Bandbreite von realen KI-Einsatzbeispielen, KI-Wünschen und -Bedarfen, bishin zur klar formulierten Anwendungsskepsis. In der Breite der Unternehmenslandschaft wird die Relevanz des KI-Themas für das eigene Unternehmen gering eingeschätzt. Es lassen sich regionale Unterschiede ausmachen, so dass sich kontratierend KI-Hotspots und „weiße Flecken“ der künstlichen Intelligenz ausmache.
Im April nahmen über 400 Unternehmen in der Umfrage zum ZeTT-Radar teil. Sie gaben Auskunft über ihre gegenwärtigen Geschäftsrisiken. Gefragt wurde, was die gegenwärtigen Krisenauslöser, der Krieg in der Ukraine und die rasch steigenden Energiepreise, bei den Thüringer Unternehmen bewirken? Generell lässt sich eine unmittelbare Kriegsbetroffenheit der Thüringer Wirtschaft und ein damit in Zusammenhang stehender Einbruch der Konjunkturerwartungen feststellen.
Viele Unternehmen (66 Prozent) berichten, dass sich der Krieg in der Ukraine negativ auf ihre Geschäftssituation auswirkt. Die einzelnen Unternehmen und Wirtschaftszweige sind unterschiedlich stark davon betroffen. Die Situation ist abhängig von gestörten Lieferketten und Zulieferbeziehungen, zerstörten Absatzmöglichkeiten und indirekten Folgen wie steigenden Energiekosten. Die befragten Unternehmen beziehen diese Aussage auf das gesamte Jahr 2022, lassen also in diese Einschätzung sowohl bereits erkennbare Folgen als auch ihre Erwartungen für die kommenden Monate einfließen.
Am stärksten trifft es das Thüringer Baugewerbe (mit Handwerk) - 82 Prozent dieser Unternehmen rechnen mit einer schlechteren Geschäftssituation für das laufende Jahr. Auch beim verarbeitenden Gewerbe liegt der Anteil der betroffenen Betriebe über dem Durchschnitt: Knapp 70 Prozent sind beeinträchtigt. Etwas weniger, aber durchaus mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Dienstleistungsunternehmen erleben ebenfalls eine schlechtere Geschäftssituation.
Problematische Geschäftsrisiken liegen für die befragten Unternehmen – teilweise unmittelbar auf die Kriegssituation zurückzuführen - derzeit mehrheitlich bei der Teuerung und bei den Engpässen von Energie, Material und Fachkräften (Zustimmungsraten zwischen 49 und 80 Prozent). Weitere Beeinträchtigungen für die kommenden Erwartungen liegen bei den Pandemie- und Gesundheitsfragen (39 Prozent). Der Mangel an Aufträgen oder Kunden (29 Prozent) sowie hohe Personalkosten (38 Prozent) kommen für einige Unternehmen erschwerend hinzu, sind also ebenfalls relevante Gefahren für die Thüringer Wirtschaft. Als sonstige Gründe haben Unternehmen Inflation, „Verzögerung und Ausbleiben von Kundenzahlungen“ und „unklare Liefertermine“ – teilweise mit Bezug zur Ukraine-Krise – angegeben.
Mehr zur Konjunktur: ZeTT-Radar-Trends
Bei der Drehtechnik Jakusch in Saalfeld führten Norbert Jahn und Marvin Ehlert vom Projekt-Team des ZeTT durch die bereits 5. Schulung zur Erprobung des innovativen Lehr- und Lernkonzeptes E-Learning. Nach dem Startschuss der zweiten Gruppe bei dem metallverarbeitenden Unternehmen im Februar stand nun der nächste Termin mit den Beschäftigten zur Erprobung eines neuen Lernmoduls an.
In der Veranstaltung wurde das Thema „Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz“ bearbeitet.

v.l.n.r. Norbert Jahn (ZeTT) und Enrico Jakusch (Geschäftsführer der Drehtechnik Jakusch GmbH)
Bei dieser E-Learning-Anwendung geht es darum, den Beschäftigten zu zeigen, wie deren Arbeitsplatz und die Arbeitsumgebung gestaltet sein sollten, um ein gesundes und ergonomisches Arbeiten zu ermöglichen, vor allem dann, wenn ein Großteil des Arbeitsalltages am Bildschirm stattfindet. Dieser Aspekt betrifft vor allem Büroangestellte, aber auch die gewerblich Beschäftigten verbringen einen Großteil der Arbeit am Bildschirm beziehungsweise können die digitalen Lerninhalte nützlich sein, wenn auch privat viel Zeit vor dem Bildschirm verbracht wird. Den Teilnehmenden wurden in fünf Kapiteln die wichtigsten Punkte dazu in einem digitalen Lernmodul vermittelt. Dabei wurden Fragen beantwortet, wie zum Beispiel ein Arbeitsstuhl oder Arbeitstisch ergonomisch eingestellt wird, wie die Beleuchtung am Arbeitsplatz abgestimmt sein sollte oder welche Bildschirmeinstellungen optimal für die Arbeit am PC sind. Außerdem gab es interaktive Möglichkeiten zum Mitmachen, wie zum Beispiel Anleitungen für ergonomische Bewegungsübungen, Lernvideos oder Quizfragen.
Die Teilnehmenden erprobten mit Begeisterung die digitalen Lerninhalte und haben die Lernabfragen mit viel Erfolg abgeschlossen. Das motiviert uns auch für die nächste Veranstaltung wieder ein abwechslungsreiches Lernmodul mit spannenden Inhalten zu entwickeln und dies mit den Beschäftigten der Drehtechnik Jakusch zu erproben. Gemeinsam mit Geschäftsführer Enrico Jakusch wird zudem die dauerhafte Einführung von E-Learning-Anwendungen auf einer digitalen Lernplattform für seine Beschäftigten geplant.
Das Projekt „Zentrum Digitale Transformation Thüringen (ZeTT+)“ wird im Rahmen des Programms „Zukunftszentren“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert sowie durch das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie kofinanziert.

Weiterer Förderer:

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