Kurzzeitig Vorarbeiter: Ministerpräsident Bodo Ramelow informiert sich über ZeTT-Modellprojekt

Jürgen Mittmann, Geschäftsführer der dilb GmbH, erläutert Ministerpräsident Bodo Ramelow die Digitalisierungsstrategie seines Unternehmens
Das ZeTT-Modellunternehmen dilb GmbH begrüßte Ministerpräsident Bodo Ramelow am 25. August 2022 im ostthüringischen Miesitz. Im Rahmen der Sommertour “zusammenwachsen” informierte der Geschäftsführer Jürgen Mittmann und sein Team über Geschäftsmodell und Digitalisierungsstrategie. Für das ZeTT eine weitere Gelegenheit, auf Umsetzungserfahrungen in der betrieblichen Digitalisierung aufmerksam zu machen – gerade klein- und mittelständische Unternehmen sind hier vor besondere Herausforderungen gestellt, haben zugleich viele Innovationen und Erfahrungen vorzuweisen.
In der digitalen Kommunikation zwischen Baustelle und Baubüro und im Ausloten von KI-Anwendungen hat die dilb GmbH über die letzten Jahre viele Erfahrungen gesammelt. Jürgen Mittmann schilderte, wie im ZeTT-Projekt an einer Weiterentwicklung und Nutzung der zugrundeliegenden App gearbeitet wurde. Als Auftragnehmer für Fassaden-Installationen konnte das Unternehmen das Kommunikationswerkzeug bei vielen öffentlichen Bau-Ausschreibungen permanent verfeinern und die Datennutzung optimieren. Mit vielen Vorteilen für die Vorarbeiter und Mitarbeiter auf der Baustelle: Der gesamte Leistungsumfang wird dokumentiert und abrechenbar, auch kurzfristig hinzukommende, neue Aufgabenstellungen wie die Ausbesserung schadhafter Kabelaustritte.
Bodo Ramelow schlüpfte kurzzeitig in die Rolle eines Vorarbeiters, der die Bauumsetzung zunächst digital dokumentierte. Anschließend beriet er sich im Baubüro mit Mittmanns Team über die weiteren Veränderungen, die die zunehmende Digitalisierung der Bautätigkeit mit sich bringt. Er lernte ein KI-Anwendungsbeispiel zum automatisierten Umgang mit Ausschreibungstexten und zur Erstellung von Leistungsverzeichnissen kennen, das die dilb GmbH mit Alpha Analytics aus Jena entwickelt und das für kleine Bauunternehmen eine erhebliche Zeitersparnis bringt bei der Bewerbung auf Ausschreibungen.
Die Thüringer Staatskanzlei hat zur Sommertour ein kurzes Video bei Facebook gepostet:
„Es will nach Jena!“
Die Kampagne startete am 29. August 2022 im Jenaer Volksbad, die Vorbereitungen laufen schon lange: Jena bewirbt sich um die Ansiedlung des ZET – Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation.
ZeTT-Radar für das 3. Quartal 2022
Das ZeTT analysiert Trends im Wandel der Arbeit. Auf der Grundlage quartalsweise wiederholter Unternehmensbefragungen werden Frühindikatoren für die Entwicklung der Thüringer Wirtschaft und Unternehmenswelt gewonnen.
Über 500 Unternehmen beteiligten sich an der Online-Umfrage zum ZeTT-Radar im Juli 2022. Geschäftsführungen aller Wirtschaftszweige gaben Auskunft über die betriebliche Lage im zweiten Quartal und die Erwartungen für das dritte Quartal.
Das Wichtigste in Kürze:
- Die befragten Thüringer Unternehmen erwarten einen verstärkten Geschäftsabschwung: Im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich ist die Skepsis am größten.
- Investitionen werden angesichts unsicherer Dynamiken bei Preisen und Energielieferungen nur zurückhaltend getätigt.
- Eine erhöhte Existenz-Nervosität und vorsichtige Personalpolitik sind zu beobachten. Die Tourismus und Exportindustrie sind hiervon besonders betroffen.
Detaillierte Ergebnisse und Vergleiche mit vorherigen Umfragen, sind in den ZeTT-Radar-Trends zu finden.
Den vollständigen Bericht gibt es hier zum Download.
ZeTT-Radar für das 3. Quartal gestartet
Wie ist die Wirtschaftslage im dritten Quartal 2022? Die Onlineumfrage für Thüringer Unternehmen zum ZeTT-Radar möchte es herausfinden.
Bis zu 700 Geschäftsführungen nehmen regelmäßig an unserer Blitzumfrage zur aktuellen Unternehmenssituation teil. Dabei wird auf neueste Entwicklungen wie: steigenden Energiekosten; wegbrechende Zulieferer; und andere Geschäftsrisiken eingegangen.
Die Umfrage dauert maximal fünf Minuten und liefert einen präzisen Überblick, welche Themen die Thüringer Wirtschaft momentan bewegen und wo Unterstützungsbedarf besteht. Die Ergebnisse sind ab August auf dieser Seite einsehbar.
Hier geht es zum Online-Fragebogen für Thüringer Unternehmen!
Besuch des Ministerpräsidenten beim Modellunternehmen
Saalfeld, 5. Juli 2022, Ministerpräsident Bodo Ramelow besuchte auf seiner Sommertour das ZeTT-Modellunternehmen Drehtechnik Jakusch GmbH. Passend zum Tour-Motto „Zusammen wachsen“, informierte der Geschäftsführer Enrico Jakusch über die Entwicklungen des mittelständischen Familienbetriebs, der seit 1994 Metallteile unterschiedlichster Art fertigt.

(Bodo Ramelow und Norbert Jahn, v.l.n.r; Foto: TSK).
Welche Rolle moderne digitale Lösungen dabei übernehmen, konnte der Besucher anschaulich erleben: Als neuer Mitarbeiter wurde Bodo Ramelow an seinem fiktiven ersten Arbeitstag in das Unternehmen aufgenommen. Er erhielt ein digitales Abbild im Personalsystem, inklusive digitaler Arbeitszeitmessung und Einsatzplanung. An seinem Arbeitsplatz in der Produktion, wurde der neue Mitarbeiter Einblicke in die Werkzeuglogistik und das permanent aktualisierte Echtzeit-Informationssystem, welches die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Auftragsbearbeitung unterstützt, eingewiesen. Darauf folgte die Arbeitsschutzunterweisung. Um gesund durch den Arbeitstag zu kommen, werden neue Beschäftigte mit Hilfe eines E-Learning-Systems geschult, welches im ZeTT von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena mit der Drehtechnik Jakusch GmbH entwickelt wurde. Das moderne System ermöglicht es den Beschäftigten individuell abgestimmte Weiterbildungen und Auffrischungskurse zu erhalten.

(Enrico Jakusch und Bodo Ramelow, mittig v.l.n.r.; Foto: TSK)
Der Ministerpräsident lobte das Unternehmen für ihre Arbeit zur Fachkräftesicherung und Einsatz modernster digitaler Systeme. Er zeigte sich im Gespräch überzeugt, dass mittelständische Unternehmen im Wettbewerb nur bestehen, wenn sie auf Hightech und digitale Lösungen setzen. Enrico Jakusch, seine Familie und sein Team beeindruckten dabei mit ihrem Engagement und strategischen Weitblick.
Das Projekt „Zentrum Digitale Transformation Thüringen (ZeTT+)“ wird im Rahmen des Programms „Zukunftszentren“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert sowie durch das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie kofinanziert.

Weiterer Förderer:











