Neu erschienen: Flexibilitätsgewinn vs. schwindender Teamzusammenhalt – Mobiles Arbeiten in Thüringen
Welche Rolle nimmt mobiles Arbeiten in Thüringen nach der Corona-Pandemie ein? Im Rahmen des ZeTT-Radars im zweiten Quartal 2023 wurden über 350 Vertreter*innen von überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen aus Thüringen dazu befragt, welche Bedeutung mobiles Arbeiten in ihrem Unternehmen hat, welche positiven wie negativen Aspekte damit verbunden werden und wie mobiles Arbeiten im Unternehmen geregelt und gestaltet wird.
Die Ergebnisse des ZeTT-Radars zeigen: Im Jahr 2023 ist mobiles Arbeiten bei der Mehrheit der Thüringer Unternehmen gelebte Praxis (63 %). Dass es in Unternehmen nicht möglich ist, liegt hauptsächlich in der Art der Arbeit begründet, die mobiles Arbeiten nicht zulässt. Von jenen Unternehmen, die mobiles Arbeiten anbieten, haben wiederum 61 % der befragten Unternehmensvertreter*innen auch selbst eine positive Einstellung gegenüber dem mobilen Arbeiten im Unternehmen. Hier wird als wichtigster Vorteil die Flexibilität genannt, die mit der mobilen Arbeitsweise einhergeht. Jene Personen, die dem mobilen Arbeiten unentschieden bzw. skeptisch gegenüberstehen, nehmen jedoch auch Nachteile wahr, allem voran die erschwerte Teamarbeit, eine geringere Produktivität sowie der negative Einfluss auf Teamgeist und Identifikation, die beim mobilen Arbeiten befürchtet werden.
Weitere Ergebnisse können Sie hier in unserer Broschüre nachlesen.
Sie wünschen sich für Ihr Unternehmen Beratung zum Thema mobile Arbeit? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf:
Ihre Ansprechpartnerin:

Dr. Alexandra Bernhardt
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie
alexandra.bernhardt@uni-jena.de
Tel.: 03641 205 9722
Ziegelmühlenweg 1 | 07743 Jena
https://zett-thueringen.de/mobiles-arbeiten/
Veranstaltungshinweis: Gründungs & Coworking Festival UP.heben! am 25. und 26. August 2023 in Weimar
ZeTT und Coworking auf der re:publica 2023
Dr. Alexandra Bernhardt berichtet von der re:publica 2023 in Berlin und ihrem Talk zu #Community vs. #Cash.
#COWORK2023: Veränderung und Resilienz
Vom 21. bis zum 23. März 2023 fand mit der #COWORK2023, die jährliche Konferenz der deutschsprachigen Coworking-Community, in Wuppertal und Solingen statt. Alexandra Bernhardt war für das ZeTT vor Ort.
Coworking Spaces in Thüringen
Was ist Coworking? Der Leitfaden des ZeTT bietet einen guten Einstieg ins Thema und die Möglichkeiten von Coworking Spaces in Thüringen.
Rückblick re:publica 22 #ZeTTonTour #rp22
Vom 6. bis zum 8. Juni 2022 fand die re:publica unter dem Motto „Any Way the Wind Blows“ in Berlin statt.

Unsere Mitarbeiterin Alexandra Bernhardt war vor Ort und hat ein volles Programm mit einer großen Bandbreite an Themen und Inputs erlebt – im Folgenden ein paar Highlights aus ZeTT-Perspektive:
- Die Bedeutung von ökologischen Fragen und Nachhaltigkeit zog sich durch das Programm, so z.B. die Rede von Klimaaktivistin Luisa Neubauer, oder auch kreativ umgesetzt, wie das Bühnenformat vollehalle zeigt.

vollehalle – auf der Suche nach dem Morgen
- Auch die Rolle von Künstlicher Intelligenz und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen war in verschiedenen Sessions Thema, sei es bspw. Sicherheitsbedenken in Bezug auf autonomes Fahren, oder im Rahmen eines Kreativworkshops dazu, wie Künstliche Intelligenz für alle in Bezug auf verschiedene Themen, wie Umwelt, Gesundheit, Arbeitswelt oder Mobilität, nutzbar gemacht werden kann. Auch Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil betonte die Bedeutung von KI in der Zukunft, dass dabei technischer Fortschritt auch immer sozialer Fortschritt sein sollte.

Hubertus Heil: Was macht eine moderne und faire Arbeitsgesellschaft aus – und wie gelingt das?
- Ebenso interessant war die Verbindung der beiden Themen und Fragen, wie Digitalisierung und Ökologie miteinander verschränkt sind und wie nachhaltig wiederum der Einsatz von KI-Lösungen ist.
- Auch das Thema mobiles Arbeiten wurde unterschiedlich adressiert, so in einer Podiumsdiskussion zu neuem Leben und Arbeiten in ländlichen Räumen oder einem Gespräch zu den Vorteilen von Remote Work.

Remote-first vs. Remote-forced
- Schließlich kamen auch kritische Einschätzungen der Digitalisierung nicht zu kurz, wie bspw. zur fairen Gestaltung prekärer Arbeit in der Plattformökonomie, verbunden mit mehr Rechten und Mitbestimmung der Plattformarbeiter:innen, wofür sich eine Initiative der EU-Kommission aktuell einsetzt, oder zur Rolle von sozialen Medien und damit verbundenen Algorithmen bei der Befeuerung von Krankheiten, wie Anorexie.

Podiumsdiskussion Neue Initiative aus Europa: Ein Durchbruch für faire Regeln in der Plattformarbeit?
Alexandra hat ihre Eindrücke auch ins ZeTT-Team im Rahmen eines internen Wissensaustausches eingebracht. Denn zukünftig werden wir die Themen KI, Nachhaltigkeit und mobiles Arbeiten & Coworking stärker in den Fokus nehmen. Hierzu haben wir bei der re:publica bei den Sessions und im Rahmen vieler interessanter Gespräche wertvolle Inputs und Anregungen erhalten. Da das Angebot sehr groß war, sind wir auch froh darüber, dass viele Sessions der re:publica per Video aufgezeichnet wurden und hier nachgeschaut werden können.
P.S.: Da wir einige Sozialwissenschaftler:innen im ZeTT-Team sind, lieben wir auch die Torten der Wahrheit von Katja Berlin – auf der re:publica präsentierte sie ein Best of zu den Themen die deutsche Gesellschaft, Gleichberechtigung und Fortschritt, Zukunft, Digitalisierung
Rückblick zum mGeSCo-Kolloquium „Coworking & Community Building“
Am 7. April 2022 war ZeTT-Mitarbeiterin und Arbeitssoziologin Dr. Alexandra Bernhardt Impulsgeberin beim Kolloquium des Projekts Multi-Generation Smart Community (mGeSCo) der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Das Projekt begleitet die Entwicklung des Smarten Quartiers Jena Lobeda, bei welchem auch (Co-)Working ein Bestandteil des Konzepts werden soll. Thema der Veranstaltung, die von Projektmitarbeiterin Mandy Steinbrück moderiert wurde, war Community Building in Coworking Spaces. In ihrem Inputvortrag stellte Alexandra Bernhardt Ergebnisse ihrer Dissertation zu Coworking-Atmosphären vor. Passend zum Thema wurde das Kolloquium aus dem Coworking Space Kombinat01 in Jena gestreamt, wobei Kombinatsleiter Benny Beyer zunächst eine Führung durch die Räumlichkeiten gab. Im Anschluss stellte Prof. Dr. Christian Erfurth, der zusammen mit Prof. Dr. Michael Opielka das Projekt mGeSCo leitet und auch beim ZeTT involviert ist, mGeSCo und den inhaltlichen Schwerpunkt Working des Projektes vor. In ihrem Impulsvortrag zeigte Alexandra Bernhardt auf, dass Coworking Spaces immer auch gemeinschaftliche Räume sind, die für die Nutzer*innen eine unterschiedliche Bedeutung haben. Für das Community Building im Kontext von Coworking ist es dabei wichtig, authentische gemeinschaftliche Atmosphären zu schaffen, die gleichzeitig Unverbindlichkeit vermitteln, was durch unterschiedliche Strategien erfolgen kann.
Im Anschluss an den Impulsvortrag wurde konkret in Bezug auf das smarte Quartier Jena Lobeda diskutiert, wer Zielgruppen eines „Working“-Angebots sein können und wie genau ein solches Angebot aussehen könnte. Es haben Vertreter*innen aus Wissenschaft und Praxis an der Veranstaltung teilgenommen, und auch Betreiber*innen von Coworking Spaces, die wertvolle Beiträge in die Diskussion eingebracht haben. Das Kolloquium wurde aufgezeichnet und kann hier angeschaut werden.
Das Projekt „Zentrum Digitale Transformation Thüringen (ZeTT+)“ wird im Rahmen des Programms „Zukunftszentren“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert sowie durch das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie kofinanziert.

Weiterer Förderer:











