Jena, 29.6.2026
Die neue ZeTT-Radar-Sonderveröffentlichung „Zurück ins Büro? Wie Thüringer Unternehmen mobile Arbeit verhandeln“ unseres Teams „Gesundes mobiles Arbeiten und Coworking“ zeigt: Mobile Arbeit bleibt für viele Thüringer Unternehmen relevant. Zugleich setzen Betriebe wieder stärker auf Präsenz – und stehen vor der Aufgabe, hybride Arbeit klarer zu gestalten.
Was bringt die Auswertung der ZeTT-Radar-Sonderbefragung im 4. Quartal 2025 im Detail ans Licht? Mobile Arbeit ist weiterhin Teil der Thüringer Arbeitswelt, hat aber an Dynamik verloren. 48 Prozent der befragten Unternehmen bieten mobiles Arbeiten an. 2023 waren es noch 63 Prozent. Zugleich steigt die Bedeutung von Präsenz in der Betriebsstätte: 69 Prozent der Unternehmen mit mobiler Arbeit erwarten inzwischen mindestens drei Präsenztage pro Woche.
Die Ergebnisse zeigen damit keine einfache Rückkehr zum Arbeitsmodell vor der Pandemie. Vielmehr wird mobile Arbeit neu austariert:
- Unternehmen suchen nach Lösungen, die betriebliche Anforderungen, erfolgreiche Teamarbeit und die Bedürfnisse der Beschäftigten nach Flexibilität miteinander verbinden.
- Besonders deutlich bleibt der Vorteil mobiler Arbeit mit Blick auf Flexibilität und Vereinbarkeit von Privat- und Arbeitsleben.
- Zugleich werden Herausforderungen sichtbar: Knapp die Hälfte der Befragten sieht einen reduzierten Wissensaustausch im Unternehmen. Auch Teamkultur, Zusammenarbeit und Führung werden unterschiedlich bewertet.
- Unternehmen mit zwei oder weniger erwarteten Präsenztagen verfügen über eine bessere Praxis in puncto mobiles Arbeiten und regeln diese häufiger im Arbeitsvertrag als Unternehmen mit drei oder mehr Präsenztagen. Sie berichten häufiger von einer verbesserten Produktivität und seltener über eine schlechtere Zusammenarbeit im Betrieb.
Unsere Expertin Dr. Alexandra Bernhardt fasst zentrale Tipps für die Gestaltung hybrider Arbeit zusammen: „Orte mobilen Arbeitens jenseits des Homeoffice, z. B. Coworking Spaces, Betriebsstätten der Kundschaft oder die Arbeit unterwegs, spielen bislang nur eine kleine Rolle. Hier könnten für Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten entstehen – etwa bei langen Pendelwegen der Mitarbeitenden oder veränderten Büroflächenbedarfen. Auch bei den Regelungen zeigt sich Handlungsbedarf: Für tragfähige hybride Modelle braucht es klare und transparente Vereinbarungen.“
Fazit: Mobile Arbeit bietet weiterhin Chancen für Flexibilität, Vereinbarkeit und Arbeitgeberattraktivität. Damit sie im Unternehmensalltag gut funktioniert, braucht sie eine bewusste Gestaltung und klare Rahmenbedingungen.
Sie haben Interesse an passgenauen Lösungen für eine gesunde und funktionale Gestaltung mobilen und hybriden Arbeitens in Ihrem Unternehmen? Dann nehmen Sie hier Kontakt zu unserem Team auf.
Unsere Angebote sind kostenfrei dank öffentlicher Förderung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die EU via Europäischer Sozialfonds (ESF) und das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie.



