Jena, 2.7.2026
Wie kann Deutschland als Einwanderungsland Fachkräfte nicht nur gewinnen, sondern auch langfristig halten? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer vom Berliner Bündnis Welcome Alliance der gemeinnützigen Organisation ProjectTogether vom 15. bis 17. Juni 2026 in Erfurt ausgerichteten Tagung, bei der Experten und Expertinnen aus Zivilgesellschaft, Kommunen, Verwaltung, Beratung und Unternehmen in Workshops gemeinsam diskutierten. Mit dabei: Unsere Kollegin Nóra Fülöp von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Deutschland braucht Fachkräfte und ist zugleich von Abwanderung betroffen: „26 Prozent der nach Deutschland eingewanderten Personen – hochgerechnet 2,6 Millionen – denken darüber nach, Deutschland zu verlassen. 3 Prozent beziehungsweise 300.000 Personen haben bereits konkrete Auswanderungspläne.“ (IAB 2025) Fachkräfte bleiben dort, wo sie sich zugehörig fühlen. Neben attraktiven Arbeitsbedingungen spielen deshalb Faktoren wie familiäre Bindungen, gesellschaftliche Teilhabe und soziale Integration eine entscheidende Rolle. Zudem braucht es Anti-Diskriminierungsstrategien, damit Fachkräfte keine Benachteiligung erfahren.
Die Tagung bildete den Auftakt für eine längerfristige Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Kommunen, Verwaltung und Wirtschaft, um nachhaltige Strategien zu entwickeln, die Deutschland als attraktiven Lebens- und Arbeitsort stärken.
Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich in ländlichen und urbanen Räumen? Bei diesem Thema brachte unsere Kollegin Nora Fülöp die spezifischen Herausforderungen der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Thüringen ein, die auch in zwei ZeTT-Studien beleuchtet werden. Für vertiefende Informationen klicken Sie hier:
Unsere Angebote sind kostenfrei dank öffentlicher Förderung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die EU via Europäischer Sozialfonds (ESF) und das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie.



